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20.04.2018 00:18:41


Budget 2018 mit Defizit und Steuererhöhung

Der Voranschlag 2018 präsentiert sich mit einem Aufwand von CHF 15524200.00 und einem Ertrag von CHF 15276000.00. Hieraus resultiert ein Aufwandüberschuss von CHF 248200.00. Der Gemeinderat beantragt diesbezüglich der Gemeindeversammlung eine Erhöhung des Steuerfusses um vier Prozent.

Das Budget 2018 prognostiziert ein Defizit in der Höhe von rund CHF 248200.00. Ursprung für den Ausgabenüberschuss sind nach wie vor die sich vorwiegend abzeichnend anhaltenden Aufwandsteigerungen in den Bereichen Sozial- und Gesundheitswesen. Aber auch finanzrelevante Änderungen wie z. B. der Ertragswegfall beim «Demographischen Sonderlastenausgleich» führen zu einer deutlichen Verknappung der finanziellen Ressourcen und belasten den Haushalt der Laufenden Rechnung stark. Des Weitern sind mit weiteren Aufwendungen zu rechnen, sollten die verschiedenen Vorstösse des Kantons im Zusammenhang mit der Leistungsüberprüfung 2016 (Lü16) zu Lasten der Gemeinden erfolgen. Zur Erreichung des vorliegenden Ergebnisses ist eine vierprozentige Steuerfusserhöhung vorgesehen. Somit liegt der Steuerfuss mit 48 % wieder auf dem Niveau des Jahres 2011.

Finanzplanung stimmt positiv
Der Gemeinderat hat mit dem Finanzberater der Gemeinde die Finanzplanung der nächsten fünf Jahre beraten und sich auch im Zusammenhang mit den Investitionen ausgetauscht. Der Fokus liegt hier aufgrund der angespannten Finanzlage vorwiegend bei der Sicherstellung des nachhaltigen Werterhalts namentlich im Hoch- und Tiefbaubereich. Ebenso überprüfte der Gemeinderat seine Finanzstrategien. Diese stehen im Einklang mit dem vorgeschlagenen Budget 2018.

Erneut kommt die Steuerfuss-Strategie zum Tragen, welche jeweils die Hälfte des rechnerischen Ergebnisses in Form einer Steuererhöhung (oder Steuersenkung) der Gemeindeversammlung beantragt. Das Schwergewicht setzt der Gemeinderat allerdings auf einen konsolidierten Selbstfinanzierungsanteil (mit der Schulgemeinde zusammen) von rund 10 %. Nach Angaben des Finanzberaters kann dies mit der vorgeschlagenen Steuererhöhung und einem Gesamtsteuerfuss von 122 % in den kommenden Jahren erreicht werden. Ein zehnprozentiger Selbstfinanzierungsgrad bietet zusätzlich zum hohen Eigenkapital von aktuell rund CHF 12 Mio. eine gute finanzielle Finanz-Planungssicherheit. Ebenso sei erwähnt, dass die Gemeinde Hittnau keine Schulden angehäuft hat. Positiv wird sich auch die Einführung des neuen harmonisierten Rechnungslegungsmodells 2 (HRM2) auswirken, die vor allem bei den Abschreibungen eine Entlastung auf der Ausgabenseite bringen wird.

Über den Voranschlag wird an der Gemeindeversammlung vom 11. Dezember 2017 beraten.

Datum der Neuigkeit 29. Sept. 2017
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